Tücher, Tops, Pullover – Schwabsburg!

Wie in jedem Jahr freue ich mich besonders auf das erste Juni Wochenende. Zu Beginn der Sommersaison findet das Schwabsburger Wollfest statt, ein Kunsthandwerkermarkt der Extraklasse. Das sage ich nicht nur, weil die wollerey mit einem Pavillon voller Farbenpracht vor Ort ist, sondern weil es einen fantastischen Mix an Angeboten gibt, so dass für jeden etwas dabei ist. Ein Ausflug an den Rhein lohnt sich auf jeden Fall.

Ich hoffe, auch bei meinem Angebot ist für jeden etwas dabei. Passend zu den sommerlichen Temperaturen bringe ich das kleine Cyprina Top mit. Es ist fröhlich, bunt, schnell gestrickt und sieht in vielen Farb- und Materialkombinationen super aus.

Cyprina Top

Passend dazu gibt es das Cyprina Tuch aus luftiger, laciger Babyalpaka

Cyprina Tuch Lace

oder sportlicher Schura Silk mit Ramie und Seide

Cyprina Tuch Schura Silk

Für alle, die sich einen Pullover für sommerliche Abende im Biergarten oder auf der Terrasse nadeln wollen, gibt es den Gryps jetzt als Kaufanleitung bei Ravelry, dort gibt es auch schon Projekte in anderen Farben zu sehen – oder ihr kommt nach Schwabsburg, sucht euch Garn aus und erhaltet die Anleitung kostenlos dazu.

Gryps

Der Gryps ist luftiger als er aussieht, das Basismuster ist ein leichtes Piqué Muster, das recht locker gestrickt werden kann. Mein Gryps in Jeansblau und Größe 48 wiegt 350g, der hellgraue Gryps in Größe 38 ist ziemlich fest gestrickt und wiegt genauso viel. Der Schnitt in unauffälliger A-Linie ist für frauliche Figuren bestens geeignet, die Rundungen am Saum ergeben eine schöne Silhouette. Schaut euch die Modelle am besten mal live an.

Ein ganz tolles Angebot gibt es auch von Elke Amann: alle drei Tücher des 3-Tücher-KALs sind ab jetzt als Kaufanleitung bei Ravelry erhältlich und: Wer sich in Schwabsburg das passende Garn kauft, bekommt die Anleitung von mir kostenlos dazu.

3 Tücher

Elke ist übrigens am Sonntag sporadisch am wollerey Stand, wer die Schöpferin der schlichten, edlen Tücher kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen.

Ich stürze mich jetzt in die letzten Vorbereitungen, noch ein paar Seidenfärbungen wollen mit

Vorbereitungen

und dann drückt bitte alle die Daumen, dass es in Schwabsburg trocken bleibt und angenehme Temperaturen vorherrschen.

Traumtücher für den Herbst

Immer wenn der Herbstwind bläst und die Blätter tanzen bekomme ich Lust auf kuschelige Tücher. Bei einem Spaziergang durch Wald und Feld

Herbstspaziergang

schnell ein Tuch um den Hals gewickelt, das wärmt wunderbar. Es darf nicht zu groß sein, wie z.B. das „Groove“ mit seinen Maßen 180 x 70 cm.

Groovetuch

Durch die schlichten rechts-links Muster ist dieses Accessoire ganz unabhängig von der Mode und hochwertiges Garn, wie Babyalpaka mit Maulbeerseide, macht es jahrelang tragbar. Hier darf die Farbe wirken und man bekommt Lust, noch eines in einer anderen Farbkombination zu stricken.

Wer lieber große Tücher mag und sich abends zuhause auf dem Sofa darin einkuscheln will, strickt besser ein ganz großes, dickeres Tuch wie das „Guttut“ in schönen Gute-Laune-Farben.

Guttut

Gestrickt wird hier immer nur mit einer Farbe, der Effekt entsteht durch tiefergestochene Maschen. Wer es ganz bunt mag, strickt mit 6 aufeinander abgestimmten Farbtönen ein „Fitzliputzli“. Das fröhliche Tuch ist ein unentbehrlicher Begleiter durch nieseliges Grau.

Fitzliputzli

und auch hier ergeben Farbe, Material und Abwechslung beim Stricken einen hohen Suchtfaktor, also Vorsicht beim Einkauf!

Farbenfrohe Kombinationen und schlichte Muster sind ein Markenzeichen der wollerey, aber manchmal überkommt es mich und die innere Prinzessin will verwöhnt sein. Aus edler Yak mit Seide entstand daher das Tuch „Ranke“. 175g ergeben trotz der relativ kleinen Nadelstärke 3 mm ein Tuch mit 220 x 95 cm, also richtig dekorativ und zum Einhüllen. Durch das Rippenlochmuster von beiden Seiten schön anzusehen,  ist dieses Tuch romantisch, aber nicht zu filigran. Ein feminines Accessoire für viele Gelegenheiten.

Ranketuch Yaksilk

Weil es so viel Spaß gemacht hat, habe ich mit Nadelstärke 4,5 mm und der etwas dickeren Carmano das Modell noch einmal gestrickt. Das ging flott von der Hand und ist mit knapp 250g genauso groß wie das cremeweiße aus Yaksilk.

Ranketuch Carmano

Das Tuch wirkt auch traumschön aus Sedaca, der reinen Seide, vielen Dank für das Foto, liebe Teststrickerin Bärbel!

Ranketuch Seide

Alle hier gezeigten Tücher gibt es als Garnpaket im Oktoberangebot des wollerey Shops. Der Preis ist heiß, die Stückzahl ist begrenzt, also schnell unter „Besondere Angebote“ schauen, denn wenn weg, dann weg.

 

 

Faszination Seide

Seide zieht den Blick auf sich, denn die Farben leuchten und ziehen uns an. In den Händen fühlt man dann den herrlich weichen Griff, die Glätte des Materials, die Kühle, die im Sommer so angenehm ist. Seidengarn ist aber auch verschrien als Garn das stark leiert und knittert, deshalb trauen sich viele Strickerinnen nicht, es zu verstricken.

In den vergangenen 8 Jahren habe ich reichlich Seidenerfahrung sammeln können, dabei hat sich mir vor allem eines eingeprägt: Seidengarn ist eine Diva und muss ganz anders behandelt werden als andere Garne. Gerne verheddert sie sich bereits beim Färben zu einem Komplettknäuel, das man nur mit Mühe wieder entwirren kann – wenn überhaupt.

Bei Seide hatte ich einen hohen Ausschuss, denn wenn sich das Material in nassem Zustand zu einer Schlinge festzieht, bekommt man sie kaum noch auf.

Seide, die nicht mehrfach verzwirnt wurde hat sich als leichter zu färben erwiesen, dafür neigt sie zum Flusen und zum gefürchteten Leiern, auch wenn es allerbeste Maulbeerseide ist:

Seide, die ich extra nicht so fest habe zwirnen lassen erwies sich als wahre Pest was das Färben angeht und als genauso grässlich, was das Wickeln betrifft. Viele Kundinnen waren unzufrieden, bemängelten, dass man beim Stricken leicht zwischen die Fäden sticht und all das hat dazu geführt, dass ich nie wieder Seide ins Programm nehmen wollte. Seide machte mir einfach ganz, ganz schlechte Laune.

Meine Laune hat sich aber schlagartig gebessert, als ich vor einiger Zeit das Seidengarn einer italienischen Spinnerei in Händen hielt. Das Garn ist 12fach cablé gezwirnt, sprich, es werden zunächst 2 Fäden miteinander verzwirnt, dann werden 6 dieser 2fache Fäden noch einmal miteinander verzwirnt. Das Garn ist dadurch sehr fest, hoch strapazierfähig und behält die Form, sprich, es leiert nicht. Nach einger Zeit und vielen Strickmodellen stellte sich auch noch heraus, dass man ein über längere Zeit zusammengelegtes Strickstück nahezu knitterfrei wieder entfalten konnte, kleine Falten glätteten sich nach kurzer Zeit von selbst, sobald das Stück ein Weilchen auf einem Bügel hing. Diese Seide ist auch für Bekleidung ideal.

Jeder Zwirnvorgang kostet Geld. Je dünner der zu verzwirnende Faden, desto langsamer laufen die Maschinen und desto teurer wird es, so hat es mir der Chef einer bekannten österreichischen Spinnerei erklärt. Das Ergebnis mehrerer Zwirnvorgänge unterscheidet sich in seiner Qualität dann aber erheblich von den gängigen unverzwirnten Garnen.

Leider ist auch dieses Garn durch seine dichte Verzwirnung pestig zu färben.

Es muss sehr lange eingeweicht werden, damit sich die Faser aufplustert und Farbe annehmen kann. Am besten wird es noch lange kalt gefärbt, dann erst erhitzt und auch dann hat es oft noch weiße Stellen und muss noch einmal gefärbt werden. Ich war drauf und dran, das Garn trotz all seiner guten Eigenschaften zu verwerfen, denn wenn ich nur winzige Mengen auf einmal färben kann, müsste ich den Preis in ungeahnte Höhen schrauben. Aber das Garn ist doch soooo schön! Diese Farbbrillanz!

Nach einigen Verhandlungen (meine italienisch Kenntnisse sind stark verbesserungswürdig) konnte ich mich mit der Spinnerei dann auf eine Zwirnung einigen, die nicht ganz so fest gedrallt ist, sprich, sie hat ein paar weniger Umdrehungen pro Meter. Das Garn ist dadurch etwas geschmeidiger, lässt sich viel besser färben

und hat trotzdem die guten Eigenschaften der 12fach Zwirnung. Ich glaube, das ist sie jetzt, meine Traumseide und sie heißt Sedaca, weil eben Seide und Cablé.

Auf den Märkten wird mir die Sedaca regelrecht aus den Händen gerissen. Das ist schön, aber blöd für Diejenigen, die keinen der wenigen Märkte besuchen, an denen ich teilnehme. „Wann kommt die Seide endlich in den Shop?“ werde ich immer wieder gefagt. Da Anfang September das Ravelry Treffen in Regensburg stattfindet, lautet meine Antwort  meist: „Wahrscheinlich im Oktober“: Uh.

Umso mehr freue ich mich, dass ich schon jetzt ein kleines Kontingent an Sedaca anbieten kann, damit auch diejenigen, die das Garn noch nicht kennen es einmal ausprobieren können. Um das wunderschöne Maschenbild der Sedaca zu würdigen, habe ich ein ganz schlichtes Tuch daraus gestrickt. Milvina aus Seide heißt „Der Flug des Falken“ und wurde mit einigen Perlen veredelt.

Der Wunsch nach Kits mit den passenden Perlen wurde laut et voilà: ein kleines Döschen mit ca. 400 Toho 6/0 Rocailles rundet das Kit mit 200g Sedaca und der Anleitung für das Milvina Tuch ab. Diese Unikate gibt es derzeit im wollerey Shop bei den besonderen Angeboten:

Sedaca Kits

Wenn weg, dann weg, wie immer. Natürlich muss man kein Milvina Tuch daraus stricken, das Garn mit seiner Lauflänge von 500m / 100g eignet sich für viele schöne Strickereyen.

 

 

 

 

 

Tina, Torre, Tombola

Auch in diesem Jahr geht es bei Tichiro wieder um die Katzenhilfe. Man kann lang und breit diskutieren, ob man nicht besser für dies oder das spendet, ich persönlich habe nun mal ein Herz für unsere bepelzten Schnurrer. Wie in den vergangenen Jahre spende ich für die Tombola Garnpakete wie diese:

und an jedem Tag der Tombola Laufzeit kann sich eine Gewinnerin eine Anleitung der wollerey aus meinem Ravelry Shop aussuchen. Kater Kalle bleibt natürlich hier. Wer dringend Beschnurrung braucht, kann z.B. HIER fündig werden. Also kauft fleißig Lose, es lohnt sich!