Zackentop Miss Moni – Vorsicht Farbe!

Im letzten Jahr schwirrte mir schon seit dem Sommer ein buntes Zackenmuster durch den Kopf und wie ich in letzter Zeit gesehen habe, war ich da nicht die Einzige. Voll im zackigen Trend ist folglich mein „Miss Moni Top“, das ich für mich als lange Tunika gestrickt habe.

Verwendet habe ich 3 Stränge Schura Silk (Schurwolle, Ramie, Seide) im Wechsel nach einem festen Schema, so dass die einzelnen Farben ziemlich gleichmäßig verbraucht werden. So ein Top ist für mich der ideale Kombipartner für kurzärmeliges und langärmeliges Darunter und damit nahezu ganzjährig tragbar. Gestrickt wird von unten nach oben, so dass man die Schultermaschen einfach zusammen abketten kann. Das Design ist so gestaltet, dass die Zacken an der Schulter ineinander greifen. Bis ich das ausgetüftelt hatte, ist manche Hirnzelle verdampft und wie immer fragt man sich im Nachhinein: „Wieso? Ist doch alles ganz logisch.“ Ja. Dann. Wenn man´s weiß. Die nächste Frage war: „Sieht das auch in anderen Farben gut aus?“. Yepp.

Entworfen habe ich eine weit ausgestellte Form, man kann das Modell aber auch in ganz leichter A-Linie stricken und sogar taillieren. Das stelle ich mir raffiniert vor, allerdings stricke ich jetzt erst einmal noch ein kurzes Modell in ausgestellter Form. Für eine Taillierung müsste ich stark an meiner Haltung arbeiten, ich tue mein Bestes:.

Die Anleitung mit Strickschrift habe ich in zwei Größen ersonnen. Zugrunde liegt der Brustumfang (Größe 1 ca. 95, Gr. 2 ca. 115 cm), denn das ist die Stelle, an der das Top eng anliegt. Natürlich kommt es sehr stark darauf an, wie fest gestrickt wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Passform an die eigene Figur anzupassen und in der wollerey Gruppe bei Ravelry stehe ich euch unterstützend zur Seite. Am Ostermontag starten wir dort auch einen Knitalong für das Top, denn in Gesellschaft stricken macht einfach Spaß. Außerdem sieht man da gebündelt die verschiedenen Farbkombinationen, darauf bin ich schon wahnsinnig gespannt. Ich kann jetzt schon sagen, dass der Trend eindeutig zum Zweitmodell geht, denn das Stricken ist durch die Farbwechsel unglaublich abwechslungsreich.

Bei den Farbkombinationen fiel es mir schwer, mich auf diese zu beschränken

deshalb habe ich dann auch noch diese Kits zusammengestellt:

Die Kombinationen findet ihr unter dem Suchbegriff „Miss Moni“ im wollerey Shop, bis Ostermontag gibt es das Garnpaket als Angebot inkl. Anleitung. Mein „Miss Moni“, das ihr auf den Bildern seht, heißt übrigens „Miss Garden“ und ist mit den Farben „Frisches Grün“, „Navy“ und „Tiefsee“ gestrickt. Mein neues, kurzes Top wird ein „Miss Maritime“ in Blau mit Weiß. Kurz habe ich geschwankt, ob „Miss Tricolore“ nicht doch schöner ist, aber das kann ja noch kommen.

Noch nicht genug Farbe? Für alle, die erst eine oder noch gar keine Palatina haben, gibt es neue Kits, auch hier einfach den Suchbegriff „Palatina“ eingeben, der Shop findet alles, was dort irgendwo eingegeben wurde.

Haben wir jetzt alles, was man für einen Strickfrühling im Farbenrausch braucht? Ich glaube schon. Oder will jemand einen schönen Munterbunt Pullover stricken?

Im Moment kann ich viele der Miss Moni Kits mit weiteren Stränge aufstocken. Wer Interesse am Munterbunt hat, bestellt einfach ein Miss Moni Kit und schreibt am Ende der Bestellung den Hinweis „Munterbunt“ dazu, ich melde mich dann bei euch.

 

 

Gryps, der historische Pullover

Vor 11 (!) Jahren hatte ich die Idee, einen Schal mit Aranmuster zu stricken. Das Strickbild sollte auch auf der Rückseite ansehnlich sein, daher beschloss ich, jeweils nur eine Masche zu verkreuzen. Inspiriert wurde ich von der allgegenwärtigen Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere in Greifswald. Der Name für das Modell stammt daher und nicht vom eingesetzten Grips meiner lieben Co-Designerinnen Andrea und Nadja, die mit meinen kryptischen Anweisungen klarzukommen versuchten. Danke ihr Lieben, ohne euch wäre das Modell noch immer eine Luftnummer!

Das Material für den Schal war damals ein edles  Kaschmir / Merino Gemisch und mit dem fertigen Produkt wollte ich unser aller Strickblogqueen Tina eine Freude machen. Kaum zu glauben, dass wir uns schon so lange kennen.

Aranmuster waren immer meine Favoriten, ich finde sie klassisch und zu jeder Zeit tragbar ungeachtet der Modeströmungen. Warum es so lange gedauert hat, bis ich dieses Design in einen Pullover habe einfließen lassen, ist mir ein Rätsel. Vermutlich deshalb, weil ich in den letzten Jahren viele neue Wege ausprobiert habe, verschiedene Techniken, Konstruktionen und Muster. Jede Strickerin, die bei mir die Pröbchen (hier aus Carmano) gesehen hat (danke für´s Stricken, Jana!)

hat gefragt, ob es mit diesem Muster einen Pullover geben wird. Im letzten Jahr war es endlich soweit, Andrea und Nadja legten mit Schura Silk los. Das feinere Garn mit den angenehmen Trageeigenschaften habe ich gewählt, weil der Pullover damit absolut „indoor-tauglich“ ist und das ganze Jahr über getragen werden kann. Meine beiden Strickfeen wurden von mir mit Detailverliebtheit genervt, aber es soll doch auch schön aussehen, wenn die mitgestrickte Blende in das Aranmuster übergeht:

Gestrickt wird inkl. Blende von oben, so dass man den Pullover während des Strickens bereits anprobieren kann.  Die Anleitung ist für 2 Größen (ca. Brustumfang 115  und 100 cm) geschrieben, der Unterschied liegt in der Breite des dekorativen Mittelteils. Schließlich sollen die Proportionen stimmen! Andrea trägt hier die größere Größe in A-Linie. Die Zunahmen im Muster ergeben eine feminine Rundung am Saum des Vorder- und Rückenteils, eine figurfreundliche Variante, die ich selbst sehr gerne trage. Man kann den Pullover aber ebensogut gerade stricken oder sogar taillieren.

Nadja hat den Pullover in der kleineren Größe gestrickt und während Andrea die Ärmel ganz schlicht im Piquémuster gestaltet hat, hat Nadja als verspieltes Element noch einmal einen Teil des Musters eingefügt. Das rafft die Ärmel ein wenig zusammen und ergibt einen dezenten Puffärmeleffekt.

Die Fotos vom grauen Pullover stammen von Neffe Christian, dem Fotoprofi, gemodelt hat wieder Ute, mein unermüdlich posierendes und unglaublich natürliches Lieblingsmodel. Danke, dass ihr eure knappe gemeinsame Zeit der Tante und ihren Modellen geopfert habt!

Wer das Modell für gemütliche Stunden drinnen

und noch frische Temperaturen draußen

für sich selbst stricken möchte, hat bis zum Frühlingsbeginn am 20. März 2015 die Möglichkeit, das zum Sonderpreis zu tun. Im Shop findet ihr das Angebot für 500g Schura Silk in 10 schönen Farben unter besondere Angebote. Da ist sicher für jeden etwas dabei und weil es so schön zum Stil passt, gibt es neu ein cremiges Naturweiß. Trotz Weißabgleich ist das Chiantirot auf den Fotos unten ziemlich pinkig, in Wirklichkeit ist es ein kräftiges, eher dunkles kühles Rot.

Zum Verbrauch habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht. Da Nadja sehr fest gestrickt hat und Andrea eher locker, haben beide die gleiche Menge Garn verbraucht, nämlich ca. 400g. Die 500g aus dem Angebot sind daher eine Menge, die es auf jeden Fall möglich macht, auch lange Ärmel zu stricken und den Ausschnitt halsnah zu machen (in der Anleitung beschrieben). Wer ganz sicher gehen will, nimmt für die große Größe einen weiteren Strang dazu. Wer den Pullover dringend aus Carmano stricken möchte, schreibe mir einfach ein Mail mit dem folgenden Kontaktformular: